Anzeigen
| Tragflächenbau in Styro Abachi |
|
|
|
Am Beispiel meiner Mü 28 zeige ich wie man sich Tragflächen bauen kann. Die Flächen und Leitwerkskerne habe ich von einem Freund CNC schneiden lassen. Der erste Versuch zeigte, dass die starke Zuspitzung einen erheblichen Abbrand erzeugt, welcher das ganze Profil verfälscht und auch dünner werden lässt. Der nächste Versuch mit hüher Schnittgeschwindigkeit war erheblich besser - so konnten jetzt die Dymond D60 Servos für die Querruder auch wie berechnet fast in der Fläche "verschwinden" . Hier habe ich zum Vergleich das verwendete MG06 in das Originalprofil von ROWI eingezeichnet: Die Zeichnungen dienten als Grundlage für die Erstellung der Tragflächen und die Kartonschablone kommt den gesamten Bau lang immer wieder zur Verwendung. Auf dem Bild ist gut zu sehen, wie weit innen ich das Querruder Servo positionieren musste - trotz nur 9 mm Dicke steht es an der gewählten Position bereits 1mm aus der Beplankung. Alle relevanten Sachen sind auf der Schablone gekennzeichnet: die Lage der Servos, des Holms, der Ruder, der Verstärkungen für die Ruderhebel usw...
Das Abachi Furnier ist 1mm dick und auf beiden Seiten mehrfach mit Porenfüller behandlet. Macht man dieses nicht , würde später zu viel Harz in das Holz einziehen und es unnötig schwer machen. Hier werden die Servosschächte auf dem Abachi Furnier angezeichnet:
![]() Ich starte mit der Flächenoberseite. Das Gewebe wird zugeschnitten:
Damit später das Furnier nicht verrutscht, wird doppelseitiges Klebeband verwendet:
Die erste Lage 80g Matte wird trocken auf die Beplankung gelegt:
und Harz angerührt - dabei auf das richtige Mischungsverhältniss achten:
mit einem Roller und Wanne wird dünn das Harz aufgebracht:
![]() anschliessend folgen UD Gewebeband und 160er Kohle im Wurzelbereich.
Desweiteren wird das Abreissgewebe für das Querruderscharnier eingelegt:
und die nächste 80g Lage im hinteren (Ruder-) Bereich erfolgt:
wenn beide Flächenoberseite fertig sind, wandern sie für 24 h in den Vakuumsack:
Danach kann Holm und Steckung vorbereitet werden, in dem an der vorgesehenen Stelle das Styro entfernt wird:
auch die Nasenleiste wird vom Styro 3-4mm befreit:
Der Steckungsbereich wird heraus gearbeitet:
Die Messingröhrchen haben 10mm Durchmesser und müssen gut angeschliffen werden. Damit kein Harz rein läuft ist ein Ende mit Balsa verschlossen:
und die beiden Flächenhälften ausgerichtet:
CFK Rovings werden zugeschnitten und auf einer separaten Folie getränkt. Sie werden in den Ausschnitt eingelegt, anschliessend folgen hochkant stehendes Balsa bzw das Messingrohr und wieder CFK Rovings :
Damit keine Löcher & Krater entstehen, folgt ein wenig mit Microballons angedicktes Harz und abschliessend ein Abreissgewebe, damit wir die Flächen nicht anschleifen müssen:
So sieht es aus, wenn alles ausgehärtet ist und das Abreissgewebe entfernt wurde:
Die Löcher für die Verstärkung für Ruderhörner und der Verdrehsicherung der Flächen werden ausgefräst und mit angedickten Harz gefüllt. Die vordere Rille ergibt unsere Nasenleiste mit zwei CFK Roving und mit angedicktem Harz. Abschliessend wird die gleiche Anzahl Matte und auch das Holz auf der Unterseite aufgebracht und die Flächen erneut in den Vakuumsack gesteckt. Wenn alles gut ausgehärtet ist, kann die Fläche verschliffen werden.
Man kann entweder die Flächen mit Folie bebügeln oder mit Glas beschichten, was ich hier beschreibe: GFK Beschichtung ein Styro Abachi Tragfläche.
|
Kommentare (1)
1Samstag, den 08. Oktober 2011 um 09:44 Uhr
Digi
Schöne Fläche. Gute Beschreibung. Ich würd gern wissen wie es weiter geht. Besonders das Anschlagen der Queruder. Wofür das Abreissgewebe ?

























